Gelöst 2 LTE-Router zu einem WLAN verbinden

Dieses Thema im Forum "WLAN Technik" wurde erstellt von Steel1973, 24. August 2021.

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  1. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Hallo zusammen.

    Zur Erhöhung meiner Bandbreite möchte ich einen zweiten LTE-Router anschaffen.

    O2 Homespot mit SIM-Karte

    Ziel: Für jede Etage ein eigener Homespot

    Problem: Wir benutzen im EG/OG Philips Hue als Beleuchtung. Der diesbezügliche Empfänger hängt per Kabel an einem Router.

    Idee:An jeden LTE-Router einen AP anschließen, in der Hoffnung, dass diese ein identisches WLAN senden können.

    Würde das funktionieren?

    Danke.

    Gruß Oliver
     
  2. angos

    angos Experte

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    Moin,

    ohne I-net ist es dann dunkle? Wäre mir nix. Der AVM Kram ist etwas langweilig funktioniert aber auch offline.

    Viel Erfolg

    Andreas
     
    frank.td hat sich bedankt.
  3. CapFloor

    CapFloor Moderator

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    Hi,

    willkommen im Forum.

    Was willst du eigentlich erreichen? Dass die beiden Router über die APs mit gleicher SSID ein Netzwerk bilden, in dem sich alle Geräte unterhalten können, egal, an welchem AP sie angemeldet sind?

    Das geht so natürlich nicht...

    VG
     
    frank.td hat sich bedankt.
  4. Dande

    Dande Gelegenheits-User

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    Hallo,
    Phillips Hue geht auch ohne Internet und tw. sogar ohne Netzwerk, aber wenn man mit dem Smartphone Licht umschalten will braucht man entweder eine Internetverbindung, oder aber eine direkte Netzwerkverbindung zur Bridge.

    Zu Olivers Problem: Es ist technisch durchaus möglich die beiden Netzwerke zu verbinden. Wobei ich ernsthaft bezweifle, dass der O2 Homespot das unterstützt. Du bräuchtest also einen oder zwei zusätzliche Router.
    Mit zwei zusätlzichen Routern würde jede Etage ein eigenes Netzwerk aufbauen und die Router bekommen sie zusätzlich eine Querverbindung, über die sie Daten in das jeweilige andere Netzwerk bringen können. Das ist aufwendig, müsste aber auch für die Hue Bridge funktionieren.
    Mit einem Router würde das ganze wesentlich komplexer, wie CapFloor eben schon geschrieben hat. Das wäre dann quasi ein Load Balancing über beide Homespots. Problem dabei ist aber, dass du sicher stellen müsstest, dass jede einzelne Verbindung (also z.B. ein Videostream) ausschließlich über einen der Homespots läuft. Sonst reißt die Verbindung ab. Rein technisch dürfte das zwar möglich sein, aber nur mit extremem Aufwand. Ob sich der lohnt, sei mal dahin gestellt.

    Ich stelle mir auch die Frage, ob du mit einem zweiten Homespot wirklich so viel zusätzliche Bandbreite bekommen kannst. Vermutlich würde sich beide die gleich O2 Antenne teilen und sich damit auch gegenseitig Bandbreite streitig machen

    Gruß
    Daniel
     
  5. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Hallo zusammen.
    Ernüchterung macht sich bei mir breit.
    Der Gedanke im Hintergrund ist tatsächlich die beiden Homespot-Router (mit eigenen unterschiedlichen SIM-Karten) zu einem großen Netzwerk zu verbinden. Dabei bin ich davon ausgegangen, dass die beiden Geräte von der Antenne separat wahrgenommen und auf eigene freie Ports gesetzt werden. Somit empfängt dann jeder HomeSpot den entsprechenden Durchsatz. Ich bin 800 Meter vom Sendemast entfernt.
    Vielleicht habe ich mit PhilipsHue etwas Verwirrung gestiftet. Die Lichter sollen aber auch über meine Amazongeräte steuerbar sein. Wir haben 5 Echos in unserem Haushalt und die müssen meines Wissens nach im selben Netzwerk sein. Ebenso die Ring-Türklingel.
    Ich habe 200qm Wohnfläche auf zwei Etagen zu versorgen. Bauantrag auf Glasfaser ist gestellt. Wird aber vor 03/2022 nicht fertig werden. Kann ich als technischer Laie die beiden Geräte irgendwie koppeln? Oder vielleicht hat noch jemand eine bessere Idee? Danke an Alle. Gruß Oliver
     
  6. CapFloor

    CapFloor Moderator

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    Hi,

    wenn beide Zugänge von allen Clients im Netzwerk gleichberechtigt genutzt werden sollen mit Lastverteilung, dann brauchst du einen Router, der mehrere WAN-Zugänge unterstützt. Die gibt es von TP-Link, bintec und anderen Herstellern. Im Prinzip ist die Konfiguration nicht schwierig, aber ob du überhaupt einen gewissen Aufwand in dieser Sache betreiben willst, musst du selbst entscheiden.

    Wenn du dein Netzwerk partitionieren kannst und es ausreicht, dass ein Client zu einem Zeitpunkt mit genau einem LTE-Zugang verbunden ist, dann gäbe es noch folgende Möglichkeit, die für einen Netzwerk-Laien allerdings auch nicht besonders einfach zu konfigurieren ist.

    Man nimmt einen VLAN-fähigen Switch und schließt die beiden LTE-Router in zwei unterschiedlichen VLANs an den Switch an. Zusätzlich zwei ebenfalls VLAN-fähige Access Points mit dem Switch verbinden. Die beiden APs strahlen zwei SSIDs aus, eine jeweils pro LTE-Zugang. Je nachdem, mit welcher SSID der Client verbunden ist, hat er Internet-Zugang über den jeweiligen LTE-Router. Die beiden Netzwerke der LTE-Router bleiben bei dieser Methode weiterhin völlig getrennt voneinander.

    Die weiteren LAN-Ports des Switches können je nach Bedarf dem einen oder anderen VLAN (=LTE-Router) zugeordnet werden.

    Für beide Möglichkeiten könntest du auch Hilfe hier im Forum finden. Umsetzen und konfigurieren musst du es aber schon selbst...:)

    VG
     
  7. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Moin.
    Ich finde die Idee mit der Multi-WAN gut.
    Auch vom Aufwand.
    Habe mir jetzt den TP-Link-Router TL-R470T+ ausgesucht.
    Vielleicht kennt das Gerät ja jemand?
    Dann habe ich noch so Devolo Magic Power-LAN-Geräte im Keller liegen.
    Vielleicht komme ich damit weiter.

    einfach 2 APs an den TP-Link wird ja wahrscheinlich nicht funktionieren, oder?

    Danke nochmal an alle Mitwirkenden.

    Gruß
    Oliver
     
  8. CapFloor

    CapFloor Moderator

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    Hi,

    gibt es schon Fortschrittsmeldungen?

    Der TP-Link ist für die Bündelung von Internet-Zugängen mit mittlerer Bandbreite wahrscheinlich geeignet. Natürlich kannst du die zwei APs direkt mit den LAN-Ports des TP-Link verbinden.

    Was sollen die PLC-Geräte von Devolo bewirken?

    VG
     
  9. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Hallo zusammen.
    So, bin wieder dran an der Materie. War auf Dienstreise.
    Habe beide LTE-Router in Betrieb und an einen TP-Link-Router TL-R480T+ angeschlossen.
    Die ersten beiden Ports sind auf WAN gestellt. Dort habe ich die beiden LTEs angeschlossen.
    Den Port 5 (LAN) am R480 habe ich mit dem Devolo Magic-LAN verbunden.
    2 weitere Devolo-Geräte erzeugen dann im UG sowie OG unseres Hauses das WLAN.
    Die Geräte hatte ich schon im Bestand und musste nicht noch neue APs anschaffen.

    Leider funktioniert das Ganze nicht.
    Aus dem R480 kommt kein verwendbarer Output.

    Die beiden LTE-Router werden mir über die Bedienoberfläche des R480 auch angezeigt.
    Ich habe an den Einstellungen im R480 auch nichts verändert.

    Ich tappe im Dunkeln.

    LG
    Oliver
     
  10. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Ich habe beim Einrichten meine Schwierigkeiten.
    WAN1 habe ich auf Dynamic IP stehen.
    WAN2 ebenfalls.
    Bei YouTube wurde WAN2 jedoch auf PPPoE eingestellt.
    Ich komme nicht klar.
    Wer weiß beim Konfigurieren Bescheid?

    Danke.


    Gruß
    Oliver
     
  11. CapFloor

    CapFloor Moderator

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    Hi,

    das mit den zwei DHCP-Zugänge ist schon ok.

    Was geht denn nicht? Der Zugang über LAN oder WLAN der APs? Das LoadBalancing über die beiden WAN-Leitungen? Hast du ertsmal den Zugang über einen LTE-Router versucht, also nur ein WAN-Port gesteckt?

    VG
     
  12. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Ok.
    Dann kann ich das auf Dynamic IP stehenlassen.
    Ich habe direkt beide Router abgeschlossen.
    Gibt es eine Möglichkeit die Funktionalität zu prüfen?
    Bin aus dem Anschluss LAN5 aus dem R480 wieder raus und habe das Kabel an das Devolo LAN-Hauptgerät angeschlossen.

    Die Internetverbindung (WLAN) ist erschreckend langsam.
    Auf der Seite www.wieistmeineip.de habe ich einen Download-Wert von 1.223 kbit/s

    ich bin für weitere Hilfe sehr dankbar.

    Gruß
    Oliver
     
  13. CapFloor

    CapFloor Moderator

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    Hi,

    dann fangen wir mal vorne an:)...

    1. Welchen Durchsatz erzielt ein LAN-Client, wenn er direkt am jeweiligen LTE-Router angeschlossen ist?
    2. Nur einen LTE-Router anschließen und den Durchsatz mit einem LAN-Client direkt am TP-Link messen.
    3. Dann mit LAN-Client am dLAN-Adapter.
    4. Was hast du sonst für Hardware: Welches devolo Modell, welche APs, irgendwelche Switches?
    5. Poste bitte Screenshots vom Statusbildschirm, der WAN-, LAN- und DHCP-Konfiguration im TP-Link.
    VG
     
    frank.td hat sich bedankt.
  14. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Hi.
    Danke schon mal (wieder) vorab.
    Versuche das am Donnerstag hinzubekommen.
    Bin morgen (Mittwoch) wieder beruflich unterwegs.
    Melde mich dazu.

    VG
     
  15. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Nabend.
    Ich benutze nur noch Devolo-Geräte, in Form von Magic 2 Wifi - Adaptern. Klassische APs habe ich nicht im Einsatz. Vom R480 gehe ich direkt auf das Devolo-LAN-Hauptgerät und steuere dann 4 Magic 2 Wifis an, welche ein Mesh-WLAN aufspannen.
    Ich habe heute einige Screenshots gemacht.
     

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  16. CapFloor

    CapFloor Moderator

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    Hi,

    danke für die Bilder.

    Wie ist der Durchsatz an den LTE-Routern direkt? Haben die Devolos nicht zwei LAN-Anschlüsse, so dass du am ersten Adapter auch mal einen Client mit Kabel anschließen kannst?

    Und lasse mal den TP-Link mit nur einem LTE-Router laufen.

    VG
     
  17. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Moin.
    An beiden LTE-Routern stark schwankend.
    15.000-23.000 kbit/s

    Am R480 ebenfalls schwankend.
    17.000-23.500 kbit/s
    Egal, ob mit einem oder beiden angeschlossenen LTE-Routern.

    Ja, die Devolos haben 2 Anschlüsse.
    Dort habe ich gemessen: 17.000-24.000 kbit/s

    wie bewertest Du die von mir gemachten Fotos bzw. die dort einzusehenden Ergebnisse?

    Danke.


    Gruß
    Oliver
     
  18. CapFloor

    CapFloor Moderator

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    Hi,

    die Einstellungen am TP-Link sehen korrekt aus für mich.
    Sollen das 15Kbit/s sein oder 15000Kbit/s (=15Mbit/s)? 15-23 Mbit/s sind nicht sooo schlecht...

    Vielleicht ist ein kleiner Exkurs ins Land des Load-Balancing sinnvoll ;).

    Der TP-Link verteilt den Internetverkehr auf Session-Ebene auf die beiden Internet-Zugänge. Wenn du z.B. in einem Browser einen Speedtest startest (beispielsweise auf "wieistmeineip.de"), dann bindet der TP-Link die gesamte Session mit dem Senden des ersten Paketes an einen der beiden Internet-Zugänge, so dass der Speedtest die Geschwindigkeit genau dieses Zugangs misst. Und die stimmt 1:1 mit der Geschwindigkeit des Endgerätes direkt an dem Zugangsrouter überein - sollte zumindest so sein. Zusammengefasst: Die Netzwerk-Pakete innerhalb einer Session werden alle über einen Internet-Zugang geschickt, nachdem beim Eröffnen der Session der Zugangsweg zum Internet einmal nach bestimmte Kriterien vom TP-Link ausgesucht wurde.

    Um Vorteile aus dem Load-Balancing zu ziehen, muss es mindestens eine zweite ausgehende Session aus deinem Heimnetz geben, die von einem anderen Geräte im Heimnetz initiiert wurde und / oder ein anderes Ziel (IP-Adresse+Port) im Internet adressiert. Dann gibt es mindestens zwei Sessions, die der TP-Link brav auf die beiden Zugänge verteilt.

    Solange du also nur mit einer Session den Durchsatz testest, wird das Ergebnis immer dem Wert eines Einzelzugangs entsprechen.

    Um ein Load-Balancing auf Paketebene durchführen zu können - was eine Nutzung beiden Internet-Zugänge in einer Session ermöglichen würde -, müsste auch die Gegenseite - also die beiden Internet-Provider - die Pakete wieder zu einer Session verbinden können. Das funktioniert natürlich nicht...

    VG
     
    Steel1973 und frank.td haben sich bedankt.
  19. CapFloor

    CapFloor Moderator

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    Hi,

    noch etwas: Wenn du das Funktionieren des Load-Balancing prüfen willst, so geht das am besten mit Programmen, die von sich aus für den Download mehrere Verbindungen (=Sessions) zum Server aufbauen. Das ist z.B. beim Steam-Client der Fall.

    Es gibt auch Speedtests, z.B. speedtest.net, die mehrere Sessions zum Server nutzen. Bei denen könnte im Ergebnis das Load-Balancing sichtbar werden.

    VG
     
    Steel1973 und frank.td haben sich bedankt.
  20. Steel1973

    Steel1973 Gelegenheits-User

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    Hi CapFloor.

    Es funktioniert jetzt alles einwandfrei.
    Habe jetzt noch einen Phasenkoppler in meinen Sicherungskasten integriert.

    Ich danke Dir vielmals für die Hilfe!!
    Hat mich echt weiter gebracht.
    Super!!!

    Danke auch an alle weiteren Mithelfer.

    LG
    Oliver