Pilotprojekt

Testlauf: E-Plus startet Internet über Rundfunkfrequenzen

Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Die Test-Station in Grabowhöfe, Mecklenburg-Vorpommern, wurde in Betrieb genommen. Damit kann der Praxistest für Hochgeschwindigkeits-Internet über Rundfunkfrequenzen starten.

27.02.2009, 11:44 Uhr

Düsseldorf (red) - Die E-Plus Gruppe (www.eplus.de), Ericsson und das Land Mecklenburg-Vorpommern bringen Breitband-Internet testweise über Rundfunkfrequenzen in Haushalte und Betriebe im ländlichen Raum. Ab Anfang März wollen 50 repräsentativ ausgewählte Firmen und private Nutzer die neue digitale Datenautobahn einem Praxistest unterziehen.

Kostenlose Nutzung im Test

Während dieses Probelaufs surfen sie mit HSPA-Technologie gratis und kabellos im E-Plus-Netz. Dabei sollen Übertragungsraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downlink und bis zu 1,4 Mbit/s im Uplink erreicht werden. Die ebenfalls kostenfreien Endgeräte und SIM-Karten würden kurzfristig an die Nutzer verteilt, hieß es. Anfang 2009 war der Sendestandort in Grabowhöfe bei Waren an der Müritz schon mit der notwendigen Sende- und Empfangstechnik von Ericsson ausgerüstet worden.

Die Digitale Dividende

Ziel des Projekts ist es, unter Alltagsbedingungen zu zeigen, wie abgelegene Regionen über die so genannte Digitale Dividende mit Breitband Internet versorgt werden können. Außerdem erwarten sich die Projektbeteiligten Aufschlüsse zum Nutzungsverhalten der Tester und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Netzleistung. Die Digitale Dividende bezeichnet den Frequenzbereich, der durch die zunehmende Digitalisierung von Fernsehen und Radio aktuell über freie Kapazitäten verfügt.

Der Testlauf in Mecklenburg-Vorpommern soll zeigen, ob Breitband-Internet über die Digitale Dividende ein effizienter, schneller und kostengünstigster Weg ist, um auch weniger dicht besiedelten Regionen in Deutschland zu vernünftigen Preisen die Teilhabe an digitalen Hochgeschwindigkeits-Netzen zu ermöglichen. Ein Vorteil dieser Lösung: Die eingesetzten Sendefrequenzen haben eine größere Reichweite als die bisher für den Breitband-Mobilfunk zur Verfügung stehenden Frequenzen.

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