Kooperation

T-Home: Mit dem Wohnungsschlüssel zum Internet-Fernsehen

Netzwerk© Alisa Tsoy / Fotolia.com

Zur Vermarktung ihrer Entertain-TV-Pakete arbeitet die Telekom jetzt mit der Wohnungswirtschaft zusammen. In einem großen Darmstädter Neubau läuft derzeit ein Triple-Play-Pilotprojekt, wo man das DSL-Fernsehen dann quasi schlüsselfertig bekommt.

23.10.2007, 15:00 Uhr

Die Deutsche Telekom und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) haben ein Eckpunktepapier vereinbart, das die Vermarktung von Double Play- (Internet und Telefonie) und Triple Play-Angeboten (Internet, Telefonie und internetbasiertes Fernsehen) durch die Mitgliedsunternehmen der Verbände, die dem GdW angeschlossen sind, regelt.

Die Mieter erhalten damit eine Option für internetbasiertes Fernsehen (IPTV), Breitband-Internet und Telefon über eine Leitung, mit einer Rechnung und aus einer Hand - über die normale Telefonleitung. Über das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom sollen bis Ende 2007 gut 17 Millionen Haushalte mit Entertain in die Breitbandzukunft starten. Damit hat dann nahezu jeder zweite Haushalt in der Bundesrepublik die Möglichkeit, eines der Entertain-Komplettpakete zu nutzen.

"Vernetztes Wohnen" ist noch ausbaubar

Darüber hinaus wollen die Wohnungsanbieter unter der Bezeichnung "Vernetztes Wohnen" mit wohnungsnahen, individuellen Dienstleistungen die Mieterbindung zusätzlich verstärken. So sollen für Mieter Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Unterhaltung und Kommunikation sowie Komfort und Energieeinsparung ermöglicht werden. In den kommenden Monaten sollen erste Projekte gestartet werden, auch um weitere Kooperationsfelder rund um das vernetzte Wohnen auszuloten.

Pilotprojekt in Darmstadt

Ein zukunftsweisendes Beispiel für die Ausstattung von Wohngebäuden mit moderner Multimediatechnik realisiert die Deutsche Telekom derzeit in Zusammenarbeit mit der Bauverein AG in Darmstadt. Im Neubauprojekt "Cityquartier Goethestraße" mit 114 Eigentumswohnungen sorgt eine strukturierte Verkabelung dafür, dass Triple Play in nahezu jedem Wohnraum schlüsselfertig verfügbar ist. Dabei lassen sich die verschiedensten Anwendungen wie TV, Highspeed Internet und Telefonie parallel nutzen. Über das hausinterne Netzwerk lassen sich sogar ganze PC-Netzwerke schalten. Bandbreiten für die Internetanschlüsse von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglichen neben schnellem Surfen auch IPTV und Video on Demand in High-Definition-Qualität. Die Hightech-Wohnanlage soll bis Ende 2007 fertig gestellt sein.

Interessantes Detail am Rande: Die gemeinsame Vereinbarung konnte trotz weiterhin bestehender unterschiedlicher Rechtsauffassungen erreicht werden. Die beiden Vertragspartner vertreten abweichende Rechtspositionen im Zusammenhang mit den Zugangsrechten zu den Grundstücken sowie der Eigentums-, Nutzungs- und Betriebsrechte an den Kabeln innerhalb der Grundstücke der Wohnungsunternehmen. Die Umsetzung des Eckpunktepapiers erfolgt auf der Grundlage einzelvertraglicher Vereinbarungen über die Nutzung der Telefonkabel, die auf Grundstücken und in Gebäuden der Wohnungsunternehmen liegen.

Lesen Sie auch
Auch interessant
  • Geld

    Internet im Oktober: Tarifaktionen im Überblick

    Auf der Suche nach einem neuen Internettarif per VDSL oder Kabelanschluss? Wir haben aktuelle Tarifangebote für den Oktober zusammengestellt. Profitieren können Neukunden vor allem bei Online-Bestellung eines Tarifs.

  • Internetdienstanbieter

    Internet-Tarifaktionen im September

    Ob VDSL oder Kabel-Internet: Im September gibt es für Neukunden etliche Aktionsvorteile bei Buchung eines Internettarifs. Wir stellen einige Angebote vor.

  • @-Zeichen

    Telekom will mehr ländliche Regionen mit DSL versorgen

    Es gibt konkrete Zusagen für die DSL-Diaspora: 400.000 neue DSL-Anschlüsse sollen in wenig bis gar nicht erschlossenen Regionen geschaltet werden, so dass am Ende des Jahres 94,4 Prozent der Bevölkerung DSL empfangen kann.

  • Lichtstreifen

    Alice bietet wieder kostenfreie Störungshotline an

    Nachdem die telefonische Störungsannahme erst vor kurzem kostenpflichtig geworden war, rudert Alice jetzt zurück und bietet wieder eine kostenlose Hotline an. Für Fragen zu den Alice-Produkten muss man aber weiterhin 14 Cent pro Minute für die Beratung zahlen.