Routerfreiheit

Router-Hersteller: Kunden können Router künftig frei wählen

Router© borissos / Fotolia.com

Ab Anfang August können Internetkunden ihren eigenen Router am Internetzugang nutzen. Der Verbund der TK-Endgerätehersteller sieht Vorteile für die Kunden. Der Wettbewerb fördere zudem neue Entwicklungen.

Berlin/München – Der Countdown läuft: Ab dem 1. August 2016 haben Internetkunden die freie Endgeräteauswahl. Kunden sind damit nicht mehr an die Router gebunden, die ihnen ihr Provider zur Verfügung stellt. Der Verbund der TK-Endgerätehersteller meldete sich am Freitag zu Wort und begrüßte die Wiederherstellung der Endgerätefreiheit. In dem Verbund sind unter anderem Hersteller wie AVM, Buffalo, devolo, D-Link, Gigaset, Lancom, Technisat und Tiptel vertreten.

Verschärfter Wettbewerb fördert Innovationen

Die Hersteller erwarten von diesem Schritt eine Förderung von Innovationen, da es einen verschärften Wettbewerb um das beste Endgerät für die jeweiligen Zugangstechnologien geben werde. Anwender erhielten künftig zudem eine größere Auswahl an Geräten. Die freie Routerwahl gilt für Internetzugänge per DSL, Kabel, Glasfaser und LTE.

Der Hersteller-Verbund erwartet, dass Kunden nun insbesondere auch bei den Kabel- und Glasfaseranschlüssen ihren Router frei wählen können. Damit die Endgerätefreiheit aber überhaupt in der Praxis funktionieren kann, sei eine gute Zusammenarbeit zwischen den Netzbetreibern und den Endgeräteherstellern erforderlich.

Gerade im Hinblick auf die Schnittstellenspezifikationen haben sich aber beispielsweise die Kabelnetzbetreiber viel Zeit gelassen und diese teils erst kurz vor dem Stichtag Ende Juli veröffentlicht.

Netgear: Freie Router wirken sich nicht problematisch auf Netze aus

Mit einem eigenen Statement kommentierte auch Router-Hersteller Netgear die freie Routerwahl. "Durch den Wegfall des Routerzwangs werden unserer Ansicht nach für die Netze keine Probleme entstehen. Seit vielen Jahren nutzen bereits Millionen Endkunden frei wählbare DSL-Router. Auswirkungen auf die Netze hat es nie gegeben", so Jörg Lösche, Senior Regional Director für Central Europe bei Netgear. "Durch die Gesetzesänderung endet das Netz an der Buchse an der Wand und somit vor dem Router. Dies beendet die aktuelle Praxis einiger Internet Service Provider, den Router als aktiven Zugangspunkt zum öffentlichen Netz zu definieren und Kunden einen Router vorzuschreiben", so Lösche weiter.

Vor Router-Kauf gut informieren

Tipp der Redaktion: Vor dem Kauf eines eigenen Routers sollten sich Kunden unbedingt informieren, ob das Gerät technisch auch tatsächlich von dem eigenen Provider unterstützt wird. Der eigene Router sollte die Standards erfüllen, die die Provider in ihren Schnittstellenbeschreibungen angegeben haben. Werden diese nicht oder nur teilweise unterstützt, kann das in der Praxis dann beispielsweise zu Problemen etwa bei der Telefonie führen.

Konkret ist dies zum Beispiel der Fall bei der Fritz!Box 6490 Cable. Diese unterstützt für die Telefonie den Standard "EuroPacketCablet 2.0", nicht aber die Version 1.5. Diese wird aber im Kabelnetz von Tele Columbus (www.telecolumbus.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) verwendet. Daher weist AVM auf seiner Webseite auch darauf hin, dass bei dem Berliner Kabelnetzbetreiber die "Fritz!Box aktuell nur für Datenverbindungen" und nicht für die Telefonie genutzt werden könne. Alternative Telefonie-Anbieter lassen sich in Kombination mit der Fritz!Box jedoch per SIP-Standard nutzen. In der Regel sind die unterstützten Standards auf der Verpackung des Routers angegeben oder aber auf der Webseite des Herstellers zu finden.

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