Sicherheitsproblem

Online-Scanner prüft Router auf UPnP-Lücke

DSL-Router© rukanoga / Fotolia.com

Aktuell warnen Experten vor einer Sicherheitslücke, die unzählige Netzwerk-Geräte wie Router, Festplatten und Webcams betreffen könnte. Angreifer könnten durch die Lücke, die das UPnP-Protokoll betrifft, übers Internet in das Geräte-Netzwerk eindringen.

06.02.2013, 13:33 Uhr

Hannover (red) - UPnP-Software (Universal Plug and Play) dient dazu, Geräte in einem Netzwerk komfortabel und automatisch miteinander zu verbinden. Wie heise erklärt, liegt das Problem darin, dass die Geräte unter Umständen nicht nur auf Anfragen von angeschlossenen anderen Geräten im Netzwerk antworten, sondern auch auf Anfragen aus dem Internet.

Probe-Scan fand 80 Millionen gefährdete Geräte

Die US-Sicherheitsfirma Rapid7, die das Sicherheitsproblem fand, führte einen Probe-Scan durch, bei dem weltweit über 80 Millionen Geräte reagierten. Damit bieten diese Kriminellen eine Einfalltür. Bisher ist aber anscheinend noch kein Angriff bekannt, der auf der genannten Sicherheitslücke aufsetzt. Heise nennt Hersteller wie Fujitsu, Huawei, Sony und Netgear, deren Geräte betroffen seien, eine genaue Liste gibt es jedoch nicht.

Kostenloser Online-Check

Wer überprüfen möchte, ob etwa sein Router auf UPnP-Anfragen aus dem Internet reagiert, kann den Netzwerkcheck benutzen, den heise in Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Datenschutzbeauftragten anbietet. Wird hier bei dem Probe-Scan ein Warnhinweis ausgegeben, wurde ein offener Dienst gefunden. Für den Laien sind die Möglichkeiten, hier etwas zu unternehmen, aber begrenzt. Heise rät, die UPnP-Funktion zu deaktivieren oder über die Firewall zu unterbinden. Letztlich könne man aber nur hoffen, dass die Gerätehersteller zügig Firmware-Updates herausbringen.

Diese Router sollen nicht betroffen sein

Neue Speedport-Router der Telekom, die EasyBox 904 von Vodafone und AVMs FritzBoxen seien nicht betroffen, teilten die Anbieter laut Spiegel online mit.

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