WLAN-Test

Hardware kann Grund für lahmes Internet sein

Router© Norman Chan / Fotolia.com

Wenn das Internet lahmt, kann das auch an der WLAN-Hardware liegen. Computer Bild hat aktuelle Router auf Reichweite und Tempo getestet. Abhilfe schaffen können auch Repeater und Powerline-Adapter; bei letzteren gibt es jedoch ein Sicherheitsproblem.

20.07.2015, 09:46 Uhr

Hamburg (red) - Die Menge der übers Internet gestreamten oder heruntergeladenen Daten wächst rasant - und auch der mögliche Speed. Aber nicht alle WLAN-Verbindungen im Haushalt sind auf hohe Geschwindigkeiten vorbereitet. So kann es auch am Router liegen, wenn das Internet lahmt.

Testsieger kommt von AVM

Computer Bild (Ausgabe16/2015; EVT: 18.7.2015) testete sechs frei verkäufliche Router mit neuer WLAN-ac-Technik und vier Modelle, die die großen Netzbetreiber anbieten. Das Ergebnis: Die Fritz!Box 7490 ist für die Redaktion nach wie vor das Maß der Dinge. Preis-Leistungssieger ist der TP-Link VR200v mit etwas schwächerem WLAN, aber noch guter Ausstattung. Die WLAN-Router der Netzbetreiber Telekom und Vodafone fielen dagegen deutlich ab.

Große Unterschiede auch bei Repeatern

Wenn massive Wände und Decken die WLAN-Signale des Routers allerdings ausbremsen, kann ein WLAN-Repeater das Heimnetz weiterspinnen. Dafür hat Computer Bild drei Modelle getestet. Fazit: Die Tempounterschiede sind enorm. Als "gut" stuft die Redaktion nur den Testsieger Fritz!Repeater 1750E ein. Die Konkurrenten TP-Link RE210 und ASUS RP-AC 52 steigern die WLAN-Reichweite nur unzureichend. "Grundsätzlich gilt aber: Ab vier Wänden sind Powerline-Adapter mit eigenem WLAN-Funk die bessere Wahl", so Ressortleiter Christian Just.

Powerline-Adapter mit Sicherheitsproblem

Aber bringen diese Powerline-Adapter das WLAN auch wirklich in jede Ecke? Nur der Testsieger Devolo DLAN+ 1200 AC Wifi lieferte auch unter widrigen Bedingungen Top-Datenraten selbst für 100-Mbps-Anschlüsse. Problematisch: In vielen Fällen reicht die Verbindung auch bis zum Nachbarn in der nächsten Wohnung oder im Nachbar-Reihenhaus. Bei zwei Adaptern drohen hier versehentliche oder auch gezielte Verbindungen mit den Powerline-Adaptern aus fremden Wohnungen!

Hintergrund der Sicherheitslücke: Alle Powerline-Adapter nutzen für die Verschlüsselung ein Standard-Passwort, aber lediglich der AVM-Fritz-Adapter verlangt zusätzlich eine Bestätigung per Taste. Das aber ist wichtig, denn viele Anwender vergessen, die Verschlüsselung bei Powerline-Adaptern per Tastendruck abzusichern.

Auch interessant