Bericht

Fritz!box-Sicherheitslücke reicht weiter als vermutet

AVM Fritz!Box 6840© AVM GmbH

Eine Sicherheitslücke in den weit verbreiteten Fritz!box-Routern von AVM sorgt für Unruhe. Die Schwachstelle ist einem Medienbericht zufolge weitreichender als bisher bekannt. Auch ohne Fernsteuer-Funktion kann die Lücke offenbar ausgenutzt werden.

Berlin (dpa/red) - Bisher hieß es, lediglich Nutzer mit aktiviertem Fernzugriff seien einem möglichen Angriff ausgesetzt. "Unsere Analyse hat gezeigt, dass ein Angriff sehr viel einfacher ist und prinzipiell alle Boxen betrifft, die es gibt", sagte Heise-Sicherheitsexperte Ronald Eikenberg am Montag der dpa. "Es zieht sich durch die gesamte Produktpalette." Er riet Nutzern nachdrücklich, die vom Hersteller AVM veröffentlichten Software-Aktualisierungen zu installieren.

Sicherheits-Updates sollten installiert werden

Ein AVM-Sprecher wollte den Bericht offiziell nicht kommentieren. "Wir sind von der Polizei gebeten worden, keine weiteren Informationen herauszugeben", sagte er. AVM empfehle wie bisher allen Nutzern, das verfügbare Sicherheits-Update zu installieren. Etwa die Hälfte der Anwender habe dies bisher getan.

Angreifer hackten Fritz!boxen

Die Fachleute von Heise hatten die alte Version der Fritz!box-Software mit den angebotenen Updates verglichen. So hätten sie die Sicherheitslücke rekonstruiert, erklärte Eikenberg. Die Schwachstelle erlaube es Angreifern, über manipulierte Webseiten Informationen von Fritz!boxen abzufischen.

Ursprünglich waren Angriffe bekannt geworden, bei denen Angreifer Fritz!boxen gehackt und darüber kostenpflichtige Dienste angerufen hatten.

Auch Speedport-Router der Telekom betroffen

Einer Meldung von stern-tv zufolge sind auch vier Speedport-Router der Telekom von den Sicherheitsproblemen betroffen. Auch diese Router werden von AVM gebaut, sind quasi nur Fritz!boxen unter einem anderen Markennamen. Nach AVM habe auch die Telekom Sicherheitsupdates für einige Router-Modelle herausgegeben.

Quelle: DPA

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