Testkonzept

BSI will Router sicher und vergleichbar machen

RouterRouter sollen sicherer und vergleichbarer werden. Das BSI hat ein entsprechendes Testkonzept entwickelt.© Andi Fink/ Fotolia.com

Das BSI will die Sicherheit und Vergleichbarkeit von Routern messbar machen. Mit der Abschaffung des Routerzwangs, der für das kommende Jahr vorgesehen ist, sollen damit Router ein vergleichbares Sicherheitsniveau haben.

Bonn - Im kommenden Jahr können Breitbandkunden ihren Router selbst wählen, wenn das derzeit noch im Bundestag befindliche Gesetz zur Abschaffung des Routerzwangs bis dahin in Kraft getreten ist. Beim Kauf eines Routers sollte die Sicherheit des Gerätes nach Ansicht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein wichtiges Kaufkriterium sein. Das BSI will daher die Sicherheit von xDSL-, Kabel-Routern und ähnlichen Geräten künftig vergleichbar und messbar machen. Die Router sollen möglichst ein einheitliches Sicherheitsniveau erreichen. Um dies zu realisieren, hat das BSI am Dienstag den Entwurf eines Testkonzepts für Breitband-Router veröffentlicht.

Überprüfung der relevanten Sicherheitseigenschaften von Routern

Als Zielgruppe des Testkonzepts hat das BSI vornehmlich Internet-Provider und Router-Hersteller ins Auge gefasst. Mit Hilfe des transparenten Konzepts sollen die relevanten Sicherheitseigenschaften von Routern überprüft werden können. Unter die Lupe genommen werden sollen grundlegende sicherheitsrelevante Funktionen, aber auch die Unterstützung und Einhaltung von etablierten Sicherheitsstandards.

BSI wünscht sich Mitwirkung von Internet-Providern und Router-Herstellern

Im Detail sollen beispielsweise die Funktionalität von Firmware-Updates, WLAN, Firewall, Weboberfläche, Ereignisprotokollierung, VPN und vielem mehr geprüft werden. In Kapitel 4 und 5 werden auch Beispiele bekannter Sicherheitsrisiken und Angriffsszenarien aufgeführt. Während die übrigen Kapitel des Entwurfs online auf der BSI-Webseite als PDF-Dokument frei abrufbar sind, stellt das BSI Kapitel 4 und 5 nur den interessierten Providern und Herstellern zur Verfügung.

Zugleich ruft das BSI Provider und Hersteller zur Mitwirkung auf und wünscht Rückmeldungen und Ergänzungsvorschläge zu dem vorgelegten Testkonzept bis zum 30. November. Das bis dahin eingegangene Feedback soll bei der Erstellung einer finalen Fassung des Testkonzepts berücksichtigt werden.

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