DSL-Anteil bald bei 50 Prozent

City- und Regio-Carrier wachsen stark dank DSL

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1,4 Millionen Anschlüsse können die alternativen Carrier insgesamt verzeichnen, der Anteil breitbandiger Anschlüsse liegt bei 48 Prozent. Für die Zukunft soll verstärkt auf Voice over IP und WiMAX gesetzt werden.

Im vergangenen Jahr haben die im BREKO zusammengeschlossen alternativen TK-Unternehmen ihre Anschlüsse um mehr als 400.000 gesteigert und verfügen jetzt über 1,4 Millionen. Dies teilte der Verband anlässlich der Vorstellung seiner Marktstudie 2005 in Berlin mit. Im laufenden Jahr soll die Zwei-Millionen-Grenze übersprungen werden, erwartet Verbandspräsident Peer Knauer. Zu den rund 50 Mitgliedern des BREKO zählen unter anderem Unternehmen wie HanseNet, NetCologne, M"Net, Ewe Tel und auch die Carrier des Tropolys-Verbunds.

Motor des Wachstums ist die ungebrochene Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen. Insgesamt lag der Anteil von DSL an den Gesamtanschlüssen 2004 bei 48 Prozent; bis Ende 2005 wird voraussichtlich mehr als jeder zweite Telefonanschluss breitbandig sein. Telefonverbindungen - hierzu zählen auch Interneteinwahlen - stiegen um 7 Prozent, der Anteil von Internetzugangsdiensten (DSL) hat sich nahezu verdoppelt und liegt jetzt bei 9 Prozent.

Nahezu alle Anbieter planen VoIP-Produkte anzubieten. Mehr als ein Drittel der alternativen Netzbetreiber setzt auf die neue Funkübertragungstechnologie WiMAX, die vor allem in der T-DSL-Diaspora zum Einsatz kommen soll. Nach eigenen Angaben wollen die BREKO-Unternehmen ihre Ausgaben zu Gunsten der Einführung neuer Dienste und des Ausbaus der Netze erhöhen. Nach Investitionen in 2004 in Höhe von 294 Millionen Euro planen die City- und Regio-Carrier im laufenden Jahr rund 450 Millionen Euro zu investieren.