Die IP-Adresse bringt Daten im Netz ans Ziel

Jeder Computer hat eine IP-Adresse. Diese funktioniert ähnlich wie eine Postanschrift und sorgt dafür, dass Informationen, die im Internet verschickt werden, auch an der richtigen Stelle ankommen. Man unterscheidet statische und dynamische IP-Adressen.

Auch der Computer, mit dem Sie gerade im Netz unterwegs sind, hat eine IP-Adresse. Welche das ist, sehen Sie hier:

Das ist Ihre IP-Adresse

Ihre aktuelle IP-Adresse lautet:
54.198.143.210
Der Hostename für diese IP-Adresse lautet:
ec2-54-198-143-210.compute-1.amazonaws.com

Auf der Website meineip.de lässt sich ebenfalls herausfinden, mit welcher IP-Adresse im Netz gesurft wird. Darüber hinaus wird auch der Netzwerkname des Computers angezeigt. Ebenso lässt sich ermitteln, ob ein Proxy-Server verwendet wird. Auch das verwendete Betriebssystem und der eingesetzte Browser werden über die Abfrage gefunden.

Eine weitere Möglichkeit, um die eigene IP-Adresse zu lokalisieren, ist unter Windows der Befehl "ipconfig/all" in der Eingabeaufforderung. Nach einem Doppelklick auf die aktive Netzwerkverbindung wird die IP-Adresse ebenfalls sichtbar.

Auf der Internetseite speedreport.de lässt sich zudem auch mit Hilfe eines Speedtests die tatsächlich verfügbare Geschwindigkeit und der Ping der Online-Verbindung am heimischen Anschluss überprüfen.

Hinter jedem Domainnamen oder einem mit dem Internet verbundenen Gerät steckt eine IP-Adresse. Eine IP-Adresse (IP steht für Internetprotokoll, eine Vereinbarung, nach der Daten ausgetauscht werden) besteht aus 32 Bits beziehungsweise vier Oktetts (Einheit aus acht Bit). Schreibt man die IP-Adresse in Dezimalzahlen, werden diese durch vier Zahlenblöcke dargestellt, die jeweils zwischen 0 und 255 liegen. Die Blöcke werden durch vier Punkte voneinander getrennt. Diese Adressen sind IPv4-Adressen.

Mehr Adressen dank IPv6

Da aufgrund von erhöhtem Bedarf an IP-Adressen absehbar war, dass diese nicht mehr lange ausreichen würden, wurde IPv6 eingeführt. IPv6-Adressen verwenden 128 Bits zur Speicherung, damit ist also eine erheblich größere Anzahl unterschiedlicher IP-Adressen möglich. Eine IPv6-Adresse besteht aus acht Blöcken mit jeweils vier Stellen.

Provider setzen auf dynamische IP-Adressen

Eine dynamische IP-Adresse besteht, wenn bei jeder Internetsitzung mit einem Online-Netzwerk dem Computer, Smartphone etc. eine neue Adresse zugewiesen wird. Provider besitzen einen Pool an IP-Adressen, von denen eine einem Rechner für den Zeitraum einer Internetsitzung zugewiesen wird.

Der Vorteil daran ist, dass weniger IP-Adressen benötigt werden als Kunden vorhanden sind, da diese ja nicht alle gleichzeitig online sind. Private Internetnutzer bekommen vom Provider meist bei jeder Sitzung eine neue IP-Adresse zugewiesen. Bei mehreren Geräten im Heimnetz übernimmt anschließend der Router die Verteilung der passende IP-Adresse.

Statische IP-Adresse

Eine statische IP-Adresse wird fest im Netzwerk vergeben und ändert sich im Gegensatz zu einer dynamischen IP-Adresse nicht. Feste IP-Adressen kommen vor allem bei Servern, Gateways, aber auch bei Standleitungen für Firmenkunden zum Einsatz. Auch verbundene Geräte im Heimnetz wie PCs, Notebooks und Drucker kommunizieren für eine schnellere Vermittlung über statische IP-Adressen.

Was kann durch die IP-Adresse festgestellt werden?

Die meisten Internetanbieter weisen Privatkunden dynamische IP-Adressen zu. Wenn die IP-Adresse also bei einem Besuch auf einer Website gespeichert wird, sind Sie nur so lange durch diese Daten identifizierbar, solange Ihr Provider speichert, dass genau Sie mit dieser IP-Adresse online waren.

Diese Daten darf er aber nicht so einfach herausgeben, es sei denn, eine Straftat wurde begangen. Es kann also sein, dass beispielsweise im Falle einer Urheberrechtsverletzung per Gerichtsbeschluss Ihre Identität über die IP-Adresse herausgefunden werden kann. In welchem Umfang diese sogenannte Vorratsdatenspeicherung zulässig ist, ist umstritten.

IP-Adresse verstecken

Die eigene IP-Adresse zu verbergen, ist mit Hilfe von Virtual Private Networks (VPN) möglich. So lässt sich per Mausklick eine neue IP besorgen. Der Vorteil: Die VPN-Server der Anbieter sitzen in verschiedenen Ländern, so lassen sich auch Ländersperren umgehen. Kostenlos ist der Service allerdings meist nicht. Je nach Anbieter werden bis zu 100 Euro im Jahr fällig. Zudem leidet in der Regel die Geschwindigkeit beim Surfen im Netz.

Weitere Möglichkeiten sind Dienste wie Java Anon Proxy (JAP) von der Technischen Universität Dresden oder das Anonymisierungsprogramm Tor.

"Whois"-Abfrage - Wer steckt hinter der Website?

Über den Domainnamen lassen sich beispielsweise über den Top-Level-Domain Verwalter Denic mit Hilfe einer sogenannten "whois"-Abfrage mit dem Namen der Domain oder der dazugehörigen IP-Adresse auch weitere Informationen eines Webseitenbetreibers mit wenigen Klicks ermitteln. Dazu zählen unter anderem der Inhaber der Domain, ein administrativer Kontakt (Admin-C) und bei welchem Anbieter die Adresse registriert wurde.