VPN

VPN: Verbindung mit einem privaten Netzwerk

Netzwerk© Alisa Tsoy / Fotolia.com

VPN steht für Virtual Private Network und ist ein Begriff aus der Computertechnik. Mit VPN wird eine Schnittstelle beschrieben, die sich in einem Netzwerk befindet. Ein Computer kann über VPN sicher mit einem privaten Netzwerk verbunden werden.

Bei einem konventionellen VPN werden Teilnehmer in ein bestimmtes Netz eingebunden, wenn sie sich zuvor in einem geschlossenen, privaten Netzwerk befanden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist, wenn sich ein Mitarbeiter von zu Hause aus in das Firmennetzwerk einloggt oder ein Student auf Datenbanken seiner Universität zugreift. Es macht damit keinen Unterschied mehr, ob man vom Bürorechner oder vom heimischen PC aus auf die Daten zugreift.

Technischer Exkurs

Das ursprüngliche Netz, in dem sich ein Teilnehmer befindet, bildet bei einer VPN-Verbindung lediglich noch eine Art Verlängerungskabel. Der Teilnehmer selbst ist nur noch mit dem zugeordneten Netz verbunden. Dies wird als VPN-Gateway bezeichnet. Dieses Gateway muss jedoch immer vom ursprünglichen Netz aus verfügbar sein. Dazwischenliegende Netze werden mit eingebunden.

Zwischen beiden VPN-Partnern ist eine gesicherte Kommunikation möglich, wenn eine Verschlüsselung eingesetzt wird. Das Netzwerk ist dann abhör- und manipulationssicher. Externe Geräte können in das VPN-Netz aufgenommen werden, dafür ist ein spezielles Gateway nötig.

Wo wird VPN eingesetzt?

Für VPN kommen verschiedene Anwendungsmöglichkeiten in Betracht. So können beispielsweise lokale Netze verschiedener Geschäftsstellen eines Unternehmens miteinander verbunden werden. Dies wird als Site-to-Site-Verbindung bezeichnet. Ein Mitarbeiter kann von zu Hause aus arbeiten und dennoch auf die Daten im Firmennetzwerk zugreifen, wenn er über VPN verbunden ist. Er muss lediglich die Verbindung zum Internet herstellen und die zugehörige Software starten. Die VPN-Software stellt eine Art virtuelle Nachbildung des Firmenservers dar. Nun wird darüber die Verbindung zum Firmennetzwerk hergestellt. Wird eine dauerhafte Verbindung ohne erneutes Einwählen gewünscht, kann das mobile VPN zum Einsatz kommen, wie es inzwischen von verschiedenen Herstellern angeboten wird.

Weitere Möglichkeiten der VPN-Verbindung

Möglich ist auch, dass sich ein externer Rechner direkt mit dem Server verbindet und sich nicht in das Netzwerk einwählt. Die End-to-End-Verbindung ermöglicht die Herstellung von abgekapselten Netzen. Mehrere Partner wählen sich auf dem Server ein, sind aber nicht in einem Netzwerk miteinander verbunden. Sie können aber ein eigenes Netzwerk aufbauen, in dem sie kommunizieren können.

Des Weiteren ist es möglich, zwei Server über VPN zu verbinden. Die zugehörige Kommunikation kann nicht von Dritten eingesehen werden. Diese Art der Verbindung heißt Host-to-Host. Viele Fans von Computerspielen kennen VPN als Möglichkeit, sich über LAN zu verbinden. Einige Spiele sind nicht mehr über das Internet verfügbar und können durch VPN mit anderen Spielern geteilt werden.

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