LTE 4G

Schnell, schneller, LTE!

LTE© jomar / Fotolia.com

LTE steht für Long Term Evolution und ist die Weiterentwicklung aus UMTS und HSDPA. Will heißen: LTE ist eine mobile Internetverbindung, die durch Funk übertragen wird. Aufgrund einer schnellen Downloadrate von derzeit bis zu 150 MBit/s wird LTE auch als mobiles VDSL bezeichnet.

Was kann LTE?

Der wohl offensichtlichste Vorteil von LTE ist die höhere Geschwindigkeit und Mobilität. Auch die Reaktionszeit hat sich enorm verbessert. Des Weiteren ist es praktisch, dass LTE abwärts kompatibel ist. Das heißt, dass ein Gerät, welches LTE empfangen kann, ebenso ältere Standards wie beispielsweise HSDPA unterstützt. So kann man auch weitersurfen, wenn LTE am aktuellen Standort nicht verfügbar ist.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich besonders für Bewohner der ländlichen Gegenden: Beim Kauf der LTE-Frequenzen verpflichteten sich die Anbieter, LTE zuerst in die Gegenden zu bringen, wo bisher kein DSL-Kabel hinführte, sodass nun auch unterversorgte Gebiete oft einen breitbandigen Internetzugang haben.

So funkt LTE

Auch bei LTE gilt, wie bei allen anderen Funkverbindungen: Je kürzer die Wellenlänge ist, desto besser ist der Empfang. Allerdings haben kurze Wellen eine geringere Reichweite. In Deutschland werden für LTE die Frequenzen bei 800 MHz, 1800 MHz und 2600 MHz genutzt. Auf diese Weise gibt es sowohl eine kurzwellige Frequenz als auch eine langwellige. Die Frequenz bei 800 MHz kommt meistens auf dem Land zum Einsatz. Hier nutzen nicht übermäßig viele Menschen das LTE-Netz und man kann auf Reichweite setzten. Die höheren Frequenzen kommen vermehrt in Städten vor, da dort viele Menschen über einen Funkmast surfen.

Problematisch gestaltet es sich, dass beinahe in jedem Land eine andere Frequenz für LTE genutzt wird. Die meisten Handys haben damit kein Problem, aber manche Geräte aus anderen Ländern können sich nicht in unser hiesiges LTE-Netz einwählen.

LTE-Nutzung © Deutsche Telekom

LTE und die Drosselung der Surfgeschwindigkeit

Was bei DSL lautstark diskutiert wird, hat bei LTE beinahe selbstverständlich Einzug gehalten. Wer zu viel Internetvolumen verbraucht, der muss mit Geschwindigkeitsbegrenzungen rechnen oder sich entsprechend neues Volumen zukaufen. Wie weit und ab wann der LTE-Zugang gedrosselt wird, hängt ganz vom Anbieter und Tarif ab. So wird bei vielen Tarifen beispielsweise auf 64 Kbit/s gedrosselt, ein Tempo, bei dem aufwändige Internetdienste nicht mehr nutzbar sind. Die Drosselung gibt es im Festnetz ebenso wie für die mobile Nutzung.

Womit kann ich LTE empfangen?

Wie für DSL oder HSDPA gibt es auch für den LTE-Empfang spezielle Hardware. LTE-Sticks sind meist günstig zu haben und sehr flexibel. Für jemanden, der LTE unterwegs auf seinem Notebook nutzen möchte, ist dies eine passende Lösung. Für den, der LTE als DSL-Ersatz zuhause einsetzen möchte gibt es LTE-Router. Nicht zu vergessen sind zudem Smartphones, welche mit LTE arbeiten können und den Nutzer auf diese Weise mit dem Internet verbinden.

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