Glasfaser

Glasfaser: Breitband mit rasantem Datendurchsatz

Glasfaser© nikkytok / Fotolia.com

Glasfasern werden in einem Glasfasernetz zur Übertragung von Daten genutzt, da sie in hoher Geschwindigkeit optische Signale leiten können. Die Glasfaser hat ein großes Potenzial, das in Deutschland aber erst in kleinem Maßstab genutzt wird.

Eine Glasfaser ist eine lange Faser, die aus geschmolzenem Glas zu dünnen Fäden gezogen wird. Eine Zeit lang wurde das Glasfasernetz vor allem dazu genutzt, die Datenübertragung des Internets bis zu Verteilerstellen sicherzustellen. Während die Übertragung von diesen Stellen bis zum Verbraucher mit Kupferkabeln überbrückt wurde, bringt die Glasfaser Internet-Anschlüsse mit hohen Bandbreiten stellenweise schon direkt in die Haushalte.

Der Ausbau erfolgt dabei allerdings, anders als beim Ausbau des LTE-Netzes, dort, wo sich Anbieter einen hohen Absatzmarkt erhoffen. Da für eine Erweiterung des Glasfasernetzes bis zu den einzelnen Abnehmern enorme Ausgaben für Umbaumaßnahmen anfallen, wird teilweise erst ausgebaut, wenn sich genügend Interessenten melden.

Leistung von Glasfaser im Netz

Der Glasfaser als Datenübermittler wird ein großes Potenzial zugesprochen, denn sie bietet ein Vielfaches der Geschwindigkeit der bisher gebräuchlichen DSL-Anschlüsse. Ein Glasfaseranschluss ermöglicht eine Datenübertragungsrate von bis zu 200 Megabit pro Sekunde im Download-, sowie 100 Megabit pro Sekunde im Upload-Bereich, also einen sehr hohen Datendurchsatz. Für die Netzbetreiber bedeuten die Möglichkeiten des Glasfasernetzes eine passende Alternative zu den herkömmlichen Telefonleitungen, da die Umwälzung von Datenmengen im privaten als auch im gewerblichen Bereich weiterhin rasant ansteigt. Neben einer höheren maximalen Bandbreite gilt als Vorteil der Übertragung mittels Glasfaser auch eine größere Unempfindlichkeit des Netzes gegenüber elektrischen oder magnetischen Störfeldern.

So funktioniert Glasfaser Infografik: DSL, VDSL und Glasfaser im Vergleich© Deutsche Telekom AG

FTTX: Bezeichnung für das neue Glasfasernetz

Im Zuge des Ausbaus des Glasfasernetzes wird häufig mit den Sigeln FTTH, FTTC oder allgemein FTTX geworben. Die Abkürzung FTT steht dabei für das englische Fibre To The, das X oder der entsprechende Buchstabe stehen für das Ziel des Glasfaserkabels, das heißt, der Ort des Anschlusses. Der gebräuchlichste Ausdruck Fibre To The Home bezeichnet den Internetanschluss per Glasfaser direkt bis zum Haushalt des Verbrauchers. Der Begriff kann irreführen, denn die volle Leistung des neuen Datenübermittlers wird nur dann ausgeschöpft, wenn auch innerhalb des Haushaltes die Übertragung mittels Glasfaser erfolgt und nicht an einem Übertragungspunkt beispielsweise im Keller endet.

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