DSL

DSL: Das schnelle Festnetz-Internet

Internet Computer© Yuri Arcurs / Fotolia.com

DSL, diese drei Buchstaben stehen für Digital Subscriber Line und meinen die Internetübertragung über das Telefonnetz. Als schnellerer Nachfolger des so genannten ISDN (Integrated Services Digital Network) ermöglicht DSL den Transfer von Datenmengen in hohen Bandbreiten.

Diese leistungsstarke Verbindung wird bei DSL mittels Kupferleitungen ermöglicht. Mittlerweile hat sich DSL zum Standard unter den Internetverbindungen gemausert und ist dementsprechend weit verbreitet. Je nach gebuchtem Tarif und Leitungen können bis zu 50 Mbit/s im Download erreicht werden.

Was sind die Vorteile von DSL?

Mit DSL ist es dem Internetznutzer möglich, mit hoher Geschwindigkeit im Netz unterwegs zu sein. Internetseiten laden flüssig, Videos können ruckelfrei angeschaut werden und die Fotos aus dem letzten Urlaub sind schnell in die Cloud übertragen. Wofür man früher viel Geduld und Zeit brauchte, geht es heute schnell und entspannt über die Internetautobahn. Zudem kann mit DSL gleichzeitig telefoniert und gesurft werden, da Telefonie und Internet zwar über das gleiche Kabel ins Haus kommen, jedoch unterschiedliche Frequenzen nutzen.

DSL und Telefon im Kombipaket

Wer DSL nutzen möchte, benötigt einen Telefon- sowie einen entsprechenden Internetanschluss. Ist ersterer in der Regel vorhanden, muss ein zusätzlicher DSL-Vertrag erst noch abgeschlossen werden. DSL gibt es in unterschiedlicher Art und Weise, je nachdem, welcher Tarif beim Internet- beziehungsweise Telefonanbieter gewählt wird. In der Regel bucht man ein Komplettpaket aus Internet und Telefonanschluss, das eine DSL-Flatrate beinhaltet. Allerdings sollte bei solchen Angeboten auch immer das Kleingedruckte gelesen werden, damit letzten Endes nicht doch Einschränkungen vorliegen, der Zugang beispielsweise nach einem bestimmten Datenvolumen gedrosselt wird. Mittlerweile gibt es viele günstige Kombipakete für Internet und Telefon; je schneller der Zugang sein soll, desto mehr zahlt man.

Was es beim DSL-Vertrag zu beachten gibt

Bevor es überhaupt möglich ist, DSL zu nutzen, sollte die Verfügbarkeit überprüft werden. Besonders in ländlicheren Gegenden kann man teilweise nur sehr langsame Verbindungen nutzen. Andererseits kann es aber auch sein, dass der gewünschte Anbieter das gewünschte Gebiet, den Ort, etc. schlicht nicht beliefert. In diesen Fällen kann man nach Alternativen wie zum Beispiel Kabel-Internet Ausschau halten. Hat man sich für einen Anbieter entschieden, wird meist eine einmalige Anschlussgebühr fällig.

Neben einem entsprechenden Anschluss wird für die Nutzung von DSL außerdem die passende Hardware benötigt. Der Anbieter stellt diese zwar normalerweise zur Verfügung, trotzdem sollte bei oder vor Vertragsabschluss unbedingt das Augenmerk darauf gerichtet werden. Denn die Bereitstellung kann Zusatzkosten verursachen, teilweise wird auch ein monatlicher Aufschlag in Form einer "Miete" fällig. Bei der Installation kann man sich meist vom Anbieter unter die Arme greifen lassen, aber auch die Selbstinstallation ist möglich.

DSL-Drosselung

Ein Thema, das die Gemüter erhitzt, ist die Frage der DSL-Drosselung. Wie es im Mobilfunk gang und gäbe ist, könnte es auch bei DSL künftig öfter laufen: Der Kunde kauft eine bestimmte Datenmenge und hat er diese verbraucht, wird die Surfgeschwindigkeit gedrosselt. Vereinzelt gab es diese Vorgehensweise bereits, 2013 wurde sie jedoch verbreitet zum Thema durch die Ankündigung der Telekom, die Drosselung einzuführen. Bald danach folgten die ersten Nachahmer.

Die DSL-Drosselung wird von Internetnutzern sehr kritisch beäugt und viele protestieren lautstark dagegen. Die zugesprochenen Datenmengen sind in der Regel für Normalnutzer völlig ausreichend, doch der Bedarf an Daten wächst. Wer länger schnell surfen will, muss für DSL ohne Drosselung mehr zahlen.

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