Die IP-Adresse bringt Daten im Netz ans Ziel

Jeder Computer hat eine IP-Adresse. Diese funktioniert ähnlich wie eine Postanschrift und sorgt dafür, dass Informationen, die im Internet verschickt werden, auch an der richtigen Stelle ankommen. Man unterscheidet statische und dynamische IP-Adressen.

Auch der Computer, mit dem Sie gerade im Netz unterwegs sind, hat eine IP-Adresse. Welche das ist, sehen Sie rechts.

Tipp: Auf der Website meineip.de erfahren Sie nicht nur, mit welcher IP-Adresse Sie im Netz surfen, sondern auch den Namen des Computers, ob ein Proxy-Server verwendet wird u.v.m.

Datenverkehr

Das ist Ihre IP-Adresse

Ihre aktuelle IP-Adresse lautet:
54.167.173.250

Für diese IP-Adresse ist folgender Hostname eingetragen:
ec2-54-167-173-250.compute-1.amazonaws.com

Wie ist eine IP-Adresse aufgebaut?

Eine IP-Adresse (IP steht für Internetprotokoll, eine Vereinbarung, nach der Daten ausgetauscht werden) besteht aus 32 Bits beziehungsweise vier Oktetts (Einheit aus acht Bit). Schreibt man die IP-Adresse in Dezimalzahlen, werden diese durch vier Zahlenblöcke dargestellt, die jeweils zwischen 0 und 255 liegen. Die Blöcke werden durch vier Punkte voneinander getrennt. Diese Adressen sind IPv4-Adressen. Da aufgrund von erhöhtem Bedarf an IP-Adressen absehbar war, dass diese nicht mehr lange ausreichen würden, wurde IPv6 eingeführt. IPv6-Adressen verwenden 128 Bits zur Speicherung, damit ist also eine erheblich größere Anzahl unterschiedlicher IP-Adressen möglich. Eine IPv6-Adresse besteht aus acht Blöcken mit jeweils vier Stellen.

Dynamische oder statische IP-Adresse

Eine dynamische IP-Adresse besteht, wenn bei jeder Verbindung mit einem Netzwerk eine neue Adresse zugewiesen wird. Provider besitzen einen Pool an IP-Adressen, von denen eine einem Rechner für den Zeitraum einer Internetsitzung zugewiesen wird. Der Vorteil daran ist, dass weniger IP-Adressen benötigt werden als Kunden vorhanden sind, da diese ja nicht alle gleichzeitig online sind. Private Internetnutzer bekommen vom Provider meist bei jeder Sitzung eine neue IP-Adresse zugewiesen. Eine statische IP-Adresse dagegen wird bei Servern und Gateways verwendet, aber auch bei Standleitungen, etwa bei Firmenkunden.

Was kann durch die IP-Adresse festgestellt werden?

Die meisten Internetanbieter weisen Privatkunden dynamische IP-Adressen zu. Wenn die IP-Adresse also bei einem Besuch auf einer Website gespeichert wird, sind Sie nur so lange durch diese Daten identifizierbar, solange Ihr Provider speichert, dass genau Sie mit dieser IP-Adresse online waren. Diese Daten darf er aber nicht so einfach herausgeben, es sei denn, eine Straftat wurde begangen. Es kann also sein, dass beispielsweise im Falle einer Urheberrechtsverletzung per Gerichtsbeschluss Ihre Identität über die IP-Adresse herausgefunden werden kann. In welchem Umfang diese sogenannte Vorratsdatenspeicherung zulässig ist, ist umstritten.